Eine alte Band, die es immer noch gibt, oder besser: die es wieder gibt. Die drei Zeesen-Jungs Fritz, Arthur und Paul haben mit dem Seitenprojekt NSFA 2009 wieder begonnen, gemeinsam Musik zu machen. Anschließend spielten sie wieder als DZB. Mittlerweile sind zwei Session-Alben entstanden.
Peter Boss und Marcel Polanski sind die Punkband Firecops. Die Band gründete sich fünf Tage vor ihrem ersten Auftritt am 1. April 2006: Live im Freudenhaus. Die Aufnahmen zeugen davon, dass die meisten der Lieder erst auf der Bühne entstanden.
1997 und 1998 - das waren die Jahre der Band um Peter Boss (org), Morton Pablo (b) und Carlos Schönbeck (g). Anfangs spielte jeder mal Schlagzeug, und Pablo sang mehr schlecht als recht. Lange konnte das so nicht weitergehen, und ein reger Musikerwechsel nahm seinen Lauf.
Manche Bands ernten erst Erfolg, nachdem sie sich aufgelöst haben. Los Desastres ist so eine Band. Kaum hatten die vier Rocker im Sommer 2002 nach dreijährigem Bestehen ihre Auflösung bekannt gegeben, da begannen sich die Komplimente zu häufen, was für eine geniale Band sie doch gewesen wären. Bis heute gelangen immer wieder Gerüchte über eine Reunion der Desastres in Umlauf, die - befragt man die ehemaligen Bandmitglieder - mit der Realität nur wenig zu tun haben.
Marcel Polanski trat erstmals im Dezember 2004 mit dem Experiment "Boot der Liebe" an die Öffentlichkeit. Als Schlagersänger standen ihm damals glänzende Karriereaussichten bevor, sodass er umgehend die "Dachziegel-Variationen" nachlegte. Es wurde schnell ruhig um das Talent. Bis auf ein paar Alibi-Auftritte mit der Punkband Firecops agiert er heute nur noch unauffällig als Radiomoderator.
Morton Pablo wurde durch seine Motikat-Alben bekannt. Musik machte er schon länger, so z.B. in den Bands Häwelmann und Los Desastres, in denen er Bass spielte und manchmal auch sang. Parallel dazu nahm er eigene Songs auf, die 2002 in die Hände des Berliner Labels ulfTone music gerieten und unter dem Namen Motikat veröffentlicht wurden.
Motikat ist das Solo-Projekt von Morton Pablo. Über einen Zufall gelangten ein paar seiner Aufnahmen abseits der Los Desastres in die Hände des Berliner Labels ulfTone music, dem die Musik so gefiel, dass es Pablo 2002 unter Vertrag nahm - mit neuem Namen und neuer Platte: "Out Of Tune". Darauf enthalten sind Stücke der "Morton Pablo" sowie neue Kompositionen.
Das Motikat-Trio formierte sich kurz nach Erscheinen des ersten Motikat-Albums "Out Of Tune" Ende 2002 Anfang 2003. Kurz zuvor im Sommer hatten sich die Los Desastres aufgelöst, und als Motikat auf Tour gehen sollte, waren bis auf Tsunetomo alle wieder mit im Boot: Rentini, Boss und Pablo. Im Sommer 2003 war es auch schon wieder vorbei. Es brachen andere Zeiten an.
Was für ein ungelenker Bandname, werden sich einige fragen. Dabei hatte diese Musikformation eigentlich nie einen richtigen Bandnamen, sondern lediglich ein Album vorzuweisen: "Keine Details" (2009). Im Laufe des Jahres 2009 formierte sich die Band unter dem neuen (alten) Namen Dieter Zeesen Bluesband. Sie ging wieder instrumentale Wege.
Paolo Mio war seinerzeit ziemlich unbekannt. Daran sollte sich auch später nichts ändern. Aus heutiger Sicht könnte man vermuten, dass nicht einmal er selbst sich gekannt hat. Die wenigen spärlichen Informationen über ihn sind derart widersprüchlich, dass sich das Heyst Archiv dazu entschloss, auf sie zu verzichten.